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Fisheye – Perspektive mit Pfiff

Dies ist ein Gastartikel von Tom Schäfer – Objektivtest.net

Seit Beginn der Fotografie ist das Fischaugenobjektiv eines der wichtigsten Objektive für Sportfotografen. Doch nicht nur wahnsinnige Action-Shots kann man mit so einem Objektiv erzeugen, sondern können auch für die unterschiedlichsten Szenarien und Motive verwendet werden, um neue Perspektiven zu erzeugen.

Um diesen Effekt zu erzeugen, benötigt man natürlich die passende Ausrüstung. Ohne richtiges Fisheye-Objektiv geht natürlich nichts. Es gibt zwar spezielle Computer-Softwares, mit denen man ebenfalls diesen Effekt herstellen kann, allerdings ist diese mit der Qualität eines echten Objektives natürlich nicht zu vergleichen. Fischaugenobjektive gibt es von den verschiedensten Herstellern in den verschiedensten Preiskategorien. Bereits ab ca. 60 Euro kann man ein solches Objektiv erwerben – nach oben hin natürlich keine Grenzen. Wer ein qualitatives Markenobjektiv erwerben möchte, muss auf jeden Fall mit ca. 500 Euro rechnen.

Mit einem Fisheye-Objektiv kann man besonders kreative Motive erzeugen und Perspektiven aufgreifen, die mit einem anderen Objektiv nicht möglich sind. Ursprünglich wurde diese Art Objektiv für das Beobachten der Sterne eingesetzt, doch wurden auch in der „normalen“ Fotografie ein beliebtes Hilfsmittel. Generell, erzeugen Fisheye-Objektive eine besonders hohe Konvexverzerrung. Das bedeutet, gerade Linien an den Seiten des Motives kurvig werden. Platziert man also das gewünschte Motiv an den Seiten des gesamten Bildes, erscheint es kleiner und verzerrter.

Neben der Sportfotografie kann man auch bei anderen Motive tolle Effekte erzielen, wenn man Fisheye anwendet. Eine Hochzeitsfeier kann durch die Fischaugenoptik ebenfalls besonders gut in Szene gesetzt werden. Normalerweise herrschen bei solchen Feierlichkeiten niedrige Lichtverhältnisse. Dies kann man für sich nutzen. Fotografiert man zum Beispiel in die tanzende Menge und wählt eine langsamere Verschlusszeit von ca. 1/25. Dreht man nun die Kamera während dem Auslösen ca. 90° gegen den Uhrzeigersinn, entsteht ein interessanter Fisheye-Effekt mit verschwommenen Rändern.

Das Einfangen ganzer Decken eines Raumes oder einer großen Halle ist ebenfalls mit dem Fisheye möglich. Vor allem bei Gebäuden mit einer symmetrischen Architektur kommt dieser Effekt besonders gut zur Geltung und erzeugt ein interessantes und aufregendes Motiv.

Mit einem Fisheye kann man außerdem Perspektiven erzeugen, die man mit anderen Objektiven nicht erreichen kann. Was man bei dem Fischaugenobjektiv beachten sollte, ist, dass es sich hierbei um ein Objektiv mit fester Brennweite (meist 10 mm) handelt. Das bedeutet, man kann mit einem solchen Objektiv nicht zoomen. Daher ist es wichtig, ein Motiv von verschiedenen Stellen und Entfernungen aus zu fotografieren. Legt man sich zum Beispiel auf den Boden, kann man ebenfalls richtig schöne Ergebnisse erzielen.

Wer nicht immer nur den typischen Fisheye-Effekt auf seinen Bildern haben möchte, muss dazu nicht das Objektiv wechseln. Manchmal kann man dieses Objektiv auch für Super-Weitwinkel nutzen. Handelt es sich bei dem Motiv zum Beispiel um eine Landschaft ohne gerade Linien, wie Gebäude, Bäume oder ähnliches, kann man den Horizont relativ in der Mittel des Bildes ansetzen und eine 180°-Aufnahme der Szene ohne Verzerrung einfangen.

04

04 2013

Christian Lanegger über die Konzertfotografie

Dies ist ein Gastartikel von Christian Lanegger. Christian ist Schlagzeuger der  Coverband Flash aus Österreich, daneben in seiner übrigen Freizeit als Hobbyfotograf tätig, wobei ein Schwerpunkt auf dem Fotografieren von Bands bei Livekonzerten liegt.

Bands live zu fotografieren ist faszinierend aber gleichzeit nicht einfach. Denn die Lichtverhältnisse sind meist nicht optimal, bei guten Motiven (ein Solo des Gitarristen,spezielle Licht- oder Pyrotechnikeffekte, …) bleibt oft nur ganz wenig Zeit zu reagieren und auch das Publikum sollte man immer im Auge behalten um einerseits nicht zu stören und andererseits aber auch Beschädigungen durch allzu mitfeiernde Besucher zu vermeiden.

Mir kommt dabei sicher auch meine eigene Tätigkeit als Musiker zu Gute, da ich mich in beide Seiten (die des Fotografen der schöne Bilder machen möchte, aber auch in die des Musikers der eine geile Show abliefern und sich eventuell auch mal durch den Fotografen gestört fühlt) hineinversetzen kann.

In der Regel gehe ich so vor dass ich mir bereits vor Konzertbeginn überlege wo ich später meine Fotos mache – gut, bei großen Konzerten hat man keine Wahl, da gibt es nur den Graben vor der Bühne, bei kleineren Konzerten kann man aber variieren, z.B. vor der Bühne, auf der Bühne, aus dem Publikum usw. Nach Möglichkeit besorge ich mir auch eine Setlist, so kann man sich bereits auf die jeweiligen Songs einstellen und ist auf etwaige Einlage (Solos, Effekte,…) vorbereitet.
Beim Auftritt selbst heißt es dann so viele Fotos wie nur möglich zu schießen, denn viel Ausschuss hat man sowieso und man erhöht so die Chance auf viele gute Bilder. Teilweise bearbeite ich die Fotos dann noch nach (aufhellen, entrauschen) und versehe sie auch mit Effekten, bei der Mehrheit der brauchbaren Bilder muss aber nichts mehr getan werden, wenn die technischen Gegebenheiten beim Abdrücken (Belichtung, Schärfe usw.) passen, dann passt auch das Foto.

Hier nun einige meiner Livebilder, die Fotos entstanden innerhalb der letzten beiden Jahre auf bei Auftritten lokaler Festl- und Top40-Bands, aber auch bei Konzerten bekannter Bands bei denen ich als akkreditierter Fotograf tätig war.

Links:
Meine Band Flash
Mein Bilderblog

09

11 2011

Canon Powershot G12 – die Kompaktkamera für professionelle Bilder

Dies ist ein Gastartikel von Lutz Hufrath. Lutz Hufrath referiert regelmäßig über aktuelle Trends in der digitalen Welt der Fotografie, über Neuerscheinungen, Klassiker und technische Finessen . In diesem Gastbeitrag nimmt er die Canon PowerShot G12 unter die Lupe.

Canons Nachfolger der Powershot G11 tritt ganz in die Fußstapfen der G-Serie und verspricht ein ebenso erfolgreiches Modell zu werden. Vor allem professionelle Fotografen werden von den Vorteilen der neuen Digitalkamera profitieren, wie dem High Dynamic Range (HDR) Modus. Das Motiv wird in diesem Modus mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen und so im Anschluss ein kontrastreiches Bild konstruiert.

Canons duales Anti-Noise System kombiniert die hohe Empfindlichkeit des 10,0 Megapixel-Sensor mit dem verbesserten DIGIC 4 Prozessor von Canon und verbessert so die Qualität der Bilder. Die Powershot G12 bietet zusätzlich eine i-Contrast Funktion, eine manuelle Tonwertkorrektur – ideal bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Die Premium-Qualität des 28mm-Weitwinkelobjektiv liefert professionelle Bilder, das 5fach optische Zoom und der optische Bildstabilisator mit Hybrid IS erlauben wackelfreie Bilder und das Fotografieren selbst bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Die Digitalkamera verfügt über die Fähigkeit Bilder im RAW-Format aufzunehmen und ist kompatibel mit Canon’s Digital Photo Professional, der hauseigenen Software zur Bildbearbeitung. Neben der guten Bildqualität, machen die kompakte Größe und das 7,0 cm dreh- und schwenkbare PureColor II VA LC-Display die Powershot G12 zu einem idealen Ersatz für Spiegelreflexkameras.

Die neue Canon ist perfekt an schwierige Lichtverhältnisse angepasst. Im Low Light Modus kann der Fotograf Bilder bis zu einer ISO von 12,800 in reduzierter 2,5 Megapixel-Auflösung schießen. Die Flash- Synchronisationsgeschwindigkeit wurde auf 1/2000 Sekunden erhöht, was eine Überbelichtung beinahe ausschließt, den Blitzlichteinsatz reduziert und selbst bei sich bewegenden Motiven für eine gute Bildqualität sorgt. Die Canon G12 erlaubt es Schnappschüsse in Profi-Qualität zu erstellen, im Quick Shot Modus lassen sich die Motive im Bruchteil einer Sekunde aufnehmen, während Servo AF/ AE für eine präzise Beleuchtung und gestochen scharfe Bilder sorgt.

Selbstverständlich kann man die Digitalkamera auch zum Aufnehmen von Videos nutzen. So lassen sich 720p HD Filme in guter Qualität drehen, die direkt über den HDMI-Anschluss wiedergegeben werden können. Für die Canon Powershot G12 steht eine breite Auswahl an Zubehör aus dem Hause Canon zur Verfügung, einschließlich Objektiv-Filteradapter, Speedlite-Blitzgeräten und einem Unterwassergehäuse.

Insgesamt ist die G12 eine gute Alternative zu teuren Spiegelreflexkameras und bietet selbst für professionelle Ansprüche optimale Bildergebnisse. Mit einem Preis von rund € 570,-  gehört die Digitalkamera sicherlich nicht zu den günstigsten unter den Kompaktkameras. Ein Preisvergleich lohnt sich also in jedem Fall. Angesichts der Qualität der Fotos und der vielen Funktionen ist sie dennoch eine lohnenswerte Anschaffung.

20

10 2010